<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0"><channel><title>Börsenman - Aktuelle Börsennachrichten</title><link>http://www.boersenman.de</link><description></description><language>de-DE</language><item><pubDate>Wed, 30 Jun 2010 11:04:21 GMT</pubDate><title>Einer für alle, alle für einen</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Einer-fuer-alle-alle-fuer-einen</link><description>
&lt;p&gt;
Ein Konzern wie BP mit seinen Milliardengewinnen kann sich sogar eine Katastrophe wie die im Golf von Mexiko leisten. Zumindest dann, wenn das Öl aus all den anderen funktionierenden Quellen weiter so hohe Preise erzielt und es zu vertretbaren Kosten aus dem Boden geholt werden kann. BP und die gesamte Ölbranche müssen damit rechnen, dass künftig schärfere Sicherheitsauflagen für Tiefseebohrungen gelten werden. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Aber die Kosten für mehr Sicherheit sind halbwegs kalkulierbar. Die Kosten die entstehen, wenn dennoch etwas schief geht, hingegen nicht. Dieses Risiko könnte kleinere, technologisch innovative Ölfördergesellschaften aus dem Geschäft drängen, das befürchtet zumindest Christof Rühl, Chefökonom von BP, in einem Interview mit der Financial Times Deutschland. Er schlägt daher - sicher nicht ganz uneigennützig - eine Art Notfallfonds vor, an dem sich die gesamte Industrie beteiligen solle. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Rühl hat auch gleich noch ein Argument parat, warum Tiefseebohrungen in Zukunft nicht zu unattraktiv gemacht werden dürften. Dann würden nämlich unter anderem die umstrittenen Ölsande in Kanada vermehr abgebaut. Diese Form der Ölgewinnung gilt als extrem ineffizient und umweltbelastend. Insgesamt geht der BP-Manager jedoch davon aus, dass die Kosten für Tiefseebohrungen in den Griff zu bekommen sind. Er vertraut auf den technologischen Fortschritt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Vertrauen haben offenbar auch wieder einige Anleger bei der BP Aktie. Sie steigt in Frankfurt um über sieben Prozent.
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Tue, 29 Jun 2010 10:54:23 GMT</pubDate><title>Tesla geht an die Börse</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Tesla-geht-an-die-Boerse</link><description>
&lt;p&gt;
Würden Sie einem Autobauer Geld geben, der mal gerade etwas mehr als 1000 Fahrzeuge verkauft hat, dabei 230 Millionen Dollar durchgebracht und seit seiner Gründung auch nicht ein einziges Quartal mit einem positiven Vorzeichen abgeschlossen hat? Wahrscheinlich nicht. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wenn dieser Autobauer aber Tesla heißt und mit dem ersten serienmäßige Elektorsportwagen für weltweites Aufsehen und Begeisterung gesorgt hat, sieht die Sache ganz anders aus.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
In wenigen Stunden wird Tesla Motors in New York an die Börse gehen. Es wird der erste Börsengang eines amerikanischen Autokonzerns seit Ford vor 54 Jahren sein. Ursprünglich wollte Tesla nur gut elf Millionen Aktien verkaufen und dafür 14 bis 16 Dollar pro Stück verlangen. Dank der regen Nachfrage konnte Tesla das Angebot auf 13,3 Millionen Aktien und den Preis auf 17 Dollar erhöhen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Mit den frischen 226 Millionen Dollar will das Unternehmen seinen nächsten großen Coup finanzieren. In zwei Jahren will Tesla eine viertürige Limousine mit ausschließlich elektrischem Antrieb serienmäßig anbieten. Rund 50.000 Dollar soll der sportliche Wagen kosten, halb so viel wie der mit einigen tausend Laptopakkus vollgepackte Zweisitzer, den Tesla derzeit verkauft. Von seinem Model S will Tesla ab 2012 jährlich 20.000 Stück produzieren. Ein ambitioniertes Ziel. Tesla hat bis jetzt noch nicht einmal eine Fabrik, um die Autos zu bauen und erst einen einzigen funktionstüchtigen Prototypen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auch finanziell ist Tesla eher ein Desater. Als diese Rubrik vor elf Jahren begann, kam der Ausdruck „Cash burn Rate“ gerade in Mode. Internetunternehmen galten damals als besonders attraktiv, wenn es ihnen gelang möglichst viel Geld in möglichst kurzer Zeit durchzubringen. Tesla hat seit seiner Gründung nur Verluste gemacht und bereits mehr als 230 Millionen Dollar verbrannt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Kein Wunder, sein Gründer, der gebürtige Südafrikaner Elon Musk, hat schließlich als Internetunternehmer angefangen und ist unter anderem durch den Verkauf des von ihm mitgegründeten Internetbezahldienstes PaxPal reich geworden. Als Musk anfing, eine Elektroauto zu entwicklen haben ihn viele belächelt. Jetzt wird seine Firma von Branchengrößen Toyota und Daimler umschwärmt. Wer sein Geld in Tesla investiert, riskiert viel. Aber Risiken können sich auch bezahlt machen. 
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Thu, 24 Jun 2010 11:14:45 GMT</pubDate><title>Fußball und Bier</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Fussball-und-Bier</link><description>
&lt;p&gt;
Über das 1:0 gestern Abend freuten sich auch die deutschen Bierbrauer. Die haben seit Jahren mit geänderten Konsumgewohnheiten und sinkenden Absatzzahlen zu kämpfen. Einen Lichtblick bildete das Jahr 2006. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dank der WM im eigenen Land und dem was seit dem als „Sommermärchen“ bezeichnet wird, konnten die deutschen Brauer damals 1,4 Prozent mehr Bier absetzen als im Vorjahr. Eine gute WM-Stimmung könnten auch eine kleine Brauerei aus Bayern gut gebrauchen, die noch rechtzeitig vor dem diesjährigen Finale will an die Börse gehen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Erstnotiz der Brauholding Bayern-Mitte AG ist für den 8. Juli geplant. Also genau ein Tag nach dem zweiten Halbfinalspiel und drei Tage vor dem Finale. Ob der Termin bewusst zur Unterstreichung der Nähe zwischen Bier und Fußball gewählt wurde, ist nicht bekannt. Die Brauholding Bayern-Mitte, kurz BHB, ist Alleineigentümerin der Ingolstädter Herrnbräu. Die ist seit 1882 im Geschäft und hat sich vor allem auf die Produktion von Weißbier spezialisiert. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zwischen dem 28. Juni und 5. Juli können interessierte Anleger Aktien der Brauholding Bayern-Mitte zeichnen. Der Emmissionspreis steht sogar schon fest: 2,80 Euro soll eine Aktie kosten. Selbst wenn er erfolgreich verläuft, wird es einer der kleinsten Börsengänge des Jahres werden. Nur knapp 4 ½ Millionen Euro will die BHB bei den Aktionären einsammeln. Die dazu nötigen 1,6 Millionen Aktien stammen aus einer Kapitalerhöhung, d.h. das Geld aus dem Börsengang kommt nicht den Altaktionären zu Gute, sondern wandert vollständig in die Unternehmenskasse. Der Stimmrechtsanteil der bisherigen Anteilseigner fällt auf unter 50 Prozent. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Emissionserlös soll laut Unternehmensangaben unter anderem zur Reduzierung von Bankverbindlichkeiten genutzt werden und um die regional ausgerichtete Expansionsstrategie zu finanzieren. Zu der gehört, dass man nicht nur auf Bier, sondern auch alkoholfreie Erfrischungsgetränke setzt. Im ersten Quartal dieses Jahres lief es für die BHB besser als für den Rest der Braubranche. Während sich die deutschen Brauer im Schnitt über ein Wachstum um 1,1 Prozent freuen durften, stieg bei der BHB der Absatz um fast fünf Prozent. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Börsengang der BHB ist zwar klein, wenn er gelingt, könnte er jedoch zum Vorbild für manch ein mittelständisches Unternehmen werden. Schließlich macht das Geld der Anleger die BHB künftig weitgehend unabhängig von Bankkrediten. 
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Wed, 23 Jun 2010 10:35:32 GMT</pubDate><title>Fußball-Konjunktur</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Fussball-Konjunktur</link><description>
&lt;p&gt;
Haben Sie sich in den vergangenen Wochen einen neuen Fernseher gekauft? Wenn ja, dann haben wir auch Ihnen eine kleine Sonderkonjunktur. Die Gesellschaft für Konsumforschung hat ermittelt, dass allein in der letzten Maiwoche fast 60 Prozent mehr Flachbildfernseher verkauft wurden, als in der entsprechenden Vorjahreswoche. Die Fußballweltmeisterschaft sorgt so auch ökonomisch für einen willkommenen Ausgleich zur leidigen Sparpaket- und Eurokrisen-Diskussion. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wer die ganze Zeit nur Sparen, sparen, sparen hört, rechnet nicht mit einer Gehaltserhöhung. Das zeigt sich auch im aktuellen Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung, GfK. Bei der Befragung von 2000 Verbrauchern zeigte sich, dass die Einkommenserwartung deutlich gesunken ist. Der Index sank um über 15 Prozent. Viele Bürger gehen also davon aus, dass sie demnächst das Sparpaket im eigenen Portemonnaie zu spüren bekommen werden. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wer damit rechnet, bald weniger Geld zur Verfügung zu haben, tut sich normalerweise mit größeren Anschaffungen schwer. Normalerweise. Aber an der Stelle wirkt sich offenbar die Fußball-WM positiv auf das Kaufverhalten aus. Denn trotz sinkender Einkommenserwartung und einer anhaltenden Diskussion um eine möglicherweise bevorstehende Inflation steigt die von der GfK gemessene Anschaffungsneigung um über 12 Punkte auf 30,4 Zähler. Den höchsten Wert seit September vergangenen Jahres. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das die Werte für die Anschaffungsneigung just in zum Start der WM nach oben gehen, ist für die Konsumforscher ein Indiz, dass das Tamtam um König Fußball zumindest einigen Branchen eine Sonderkonjunktur verschafft. Unterm Strich bleibt das Konsumklima stabil. Dabei hilft auch, dass es nach wie vor ermutigende Nachrichten vom Arbeitsmarkt gibt und sich die Konjunkturaussichten tendenziell verbessern. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
So hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung heute seine Wachstumsprognose für dieses Jahr von 1,4 Prozent auf 1,9 Prozent angehoben. Angetrieben werde der Aufschwung demnach vor allem vom Export. Wir müssen also hoffen, dass die Sparprogramme im Rest der Welt, daran nicht all zu viel ändern. 
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Fri, 18 Jun 2010 10:42:09 GMT</pubDate><title>Ballsaison</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Ballsaison</link><description>
&lt;p&gt;
Alle vier Jahre wiederholt sich das gleiche Theater. Noch bevor die Fußballweltmeisterschaft anfängt, beginnt das Genörgel am Ball. Den Anfang machen meist Torwarte. Die klagen dann über ungewöhnliche Flugeigenschaften und tückische Oberflächen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Beim Jabulani war das dieses Jahr genauso wie 2006 bei seinem Vorgänger „Teamgeist“. Über die technischen Details und deren Auswirkungen lässt sich sicher prächtig diskutieren. Fakt ist aber, dass es für Profis völlig normal ist, sich auf unterschiedliche Bälle einzustellen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wenn bisher ein Bundesligatrainer seine Mannschaft auf das nächste Auswärtsspiel vorbereitete, dann musste er nicht nur auf die aktuellen Taktik- und Aufstellungsvarianten des Gegners achten. Er muss auch schauen, mit was für einem Ball die andere Mannschaft spielt und seine Jungs mit dem jeweiligen Spielgerät übern lassen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Anders als in England, Frankreich oder Italien gibt es in Deutschland nämlich bisher keinen Einheitsball, sondern es wird immer mit dem Ball des jeweiligen Ausrüsters gespielt. Bei so manchem Bundesliga-Zeugwart lagern daher mehrere Hundert Bälle. Das wird sich in der kommenden Saison ändern. Dann spielen in der 1. und 2. Liga alle mit dem Adidas-Produkt „Torfabrik“. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Name ist Programm und der Ball ist, bis auf das Design, der gleiche wie der Jablulani. Bis zur Saison 2013/2014 lässt sich Adidas die Exklusivität 20 Millionen Euro kosten. Aber heute werden alle Augen auf den Jabulani gerichtet sein - aber Adidas wird nicht der einzige deutsche Hersteller sein, der an dem Spiel beteiligt ist. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Stadion in Port Elisabth wurde von dem hamburger Archiketurbüro Gerkan, Marg und Partner entworfen, dessen Außenbeleuchtung stammt von der Siemenstochter Osram und die MAN hat 110 Überlandbusse nach Südafrika geliefert. 
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Thu, 17 Jun 2010 10:45:08 GMT</pubDate><title>Bankenstress</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Bankenstress</link><description>
&lt;p&gt;

Wer sein Geld zu einer Bank bringt, möchte es in der Regel auch gerne wiederhaben. Um das sicherzustellen, gibt es eine Bankenaufsicht. Die überprüft die Banken regelmäßig und schaut, ob sie solide arbeiten. Die Ergebnisse solcher Überprüfungen wurden bisher unter Verschluss gehalten. Doch das soll sich bald ändern. Die spanische Regierung will so das Vertrauen in die Banken des Landes stärken.&lt;br /&gt;In Kürze will die spanischen Zentralbank die Ergebnisse ihrer sogenannten Stresstests veröffentlichen. Bei diesen Test wird überprüft, ob eine Bank auch eine Krise heil überstehen würde. Im vergangenen Jahr haben alle überprüften Banken in Europa diesen Test bestanden. Allerdings wurden nur knapp zwei Dutzend große, systemrelevante Institute untersucht. Seit sich vor einigen Wochen die Lage auf den internationalen Finazmärkten wieder verschäft hat, gibt es immer wieder Zweifel, ob weiterhin alle Banken der Situation gewachsen sind. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der diesjährige Stresstest wird gerade noch ausgewertet. Vor allem spanischen Institute bekommen diese Zweifel zu spüren und bekommen nur schwer Geld geliehen. Zu unrecht, wie die spanische Regierung meint. Zum Beweis, will sie die Ergebnisse des Test publik machen - und setzt damit alle anderen Länder der Euro-Zone unter Zugzwang. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Doch auch in der Bundesregierung scheint man inzwischen kaum noch Bedenken gegen eine Veröffentlichung zu haben. Ganz im Gegensatz zum Bankenverband. der befürchtet, dass die Ergebnisse falsch interpretiert werden könnten und es zu unnötigen Verunsicherungen kommen könnte. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Banken-Experte Professor Hans-Peter Burghof von der Uni-Hohenheim hält diese Bedenken für unnötig. Zwar müsse die Offenlegung der Daten mit der nötigen Sorgfallt erfolgen, im Kern sei es jedoch richtig und wichtig, die Ergebnisse zu veröffentlichen. Sollte sich dabei zeigen, dass die eine oder andere Bank nicht genügend Eigenkapital hat, müsse diese sich entsprechend MIttel verschaffen - oder eben verstaatlicht werden. Mehr Verunsicherung als jetzt, sei schließlich kaum möglich, mehr Transparenz aber dringend nötig. 
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Mon, 07 Jun 2010 10:40:57 GMT</pubDate><title>Hochamt für St. Jobs</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Hochamt-fuer-St.-Jobs</link><description>
&lt;p&gt;
Wenig Dinge sind erfreulicher, als eine gelungene Überraschung. Daher gibt es viele Menschen, die ein gutes halbes Jahr vor Weihnachten nichts sehnlicher erwarten, als die unter strengster Geheimhaltung geplanten Produktpräsentationen von Apple. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Heute ist es wieder mal so weit. Aber die Gerüchteköche kommen nur mühsam damit zurecht, dass sie sich dieses Jahr den Spaß selbst ein bisschen verdorben haben. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auch heute Abend wir Apple-Chef Steve Jobs wieder einen schwarzen Rollkragenpullover, Jeans und Turnschuhe tragen. Alles andere wäre eine echt Überraschung! Dann wird er mit unverhohlenem Stolz einige aktuelle Geschäftsergebnisse und Verkaufsstatistiken präsentieren; so zum Beispiel, dass Apple in nur zwei Monaten über 2 Millionen iPads verkauft hat. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Dann wird er einige neue Produkte und Softwareupdates zeigen. Hier wird unter anderem mit einer neuen Version des Internetbrowsers Safari gerechnet, zudem wird ein neuer Highend Desktoprechner MacPro erwartet und ganz vielleicht auch eine überarbeitete Version des Kleincomputers Mac Mini. All dass ist aber nur als Vorspiel für das große Finale gedacht. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Fans, Freunde, Konkurrenten, kritische Beobachter und all die eifrig mitschreibenden Blogger und Twitterer im Publikum werden nur auf den einen Satz warten: „One more thing…“. Mit dieser kleinen Floskel leitet Jobs gerne den Teil der Veranstaltung ein, derentwegen eigentlich alle gekommen sind. Dieses Jahr wird, wie in den Vorjahren, eine neue iPhone-Generation erwartet. Aber schon vor Monaten tauchten erste Bilder eines Prototypen auf. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wenig später gelangte dann auf verschlungenen Pfaden sogar ein veritables Gerät in die Hände eine Technikblogs. Es wurde in Einzelteile zerlegt, von alles Seiten betrachtet und entsprechend kommentiert. Nur wenige technische Details blieben verborgen. Aber zu was für einem Preis? Allenfalls die Konkurrenten können sich uneingeschränkt über die vorzeitige Enthüllung freuen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Allen anderen wurde ein guter Teil des leicht albernen Spaßes genommen. Wäre da nicht die Vermutung, dass Steve Jobs doch noch einen unerwarteten Knüller in der Hinterhand hat. Wenn man nur wüsste, was....
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Thu, 03 Jun 2010 10:43:36 GMT</pubDate><title>Hochfrequenz ohne Sicherung</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Hochfrequenz-ohne-Sicherung</link><description>
&lt;p&gt;
Vor nicht einmal einem Monat stürzten an der New Yorker Börse einige Aktien wie von Geisterhand geführt ins Bodenlose. Nun hat sich in Japan fast etwas ähnliches ereignet. Aufgrund eines Computerfehlers hatte eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank versehentlich einen Verkaufsauftrag in Höhe von 150 Milliarden Euro erteilt - das zehnfache des Volumens eines gewöhnlichen Handelstages der Börse in Osaka. Nur weil der Fehler noch rechtzeitig entdeckt wurde, entstand kein größerer Schaden.
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
 Für einen Wimpernschlag benötig der Mensch etwa 150 Millisekunden. In der Zeit kann ein Computerhandelssystem eine Aktie 15 mal kaufen und wieder verkaufen. Schon bald wird es bedeutend schneller gehen. Die Entwickler sogenannter Hochfrequenz Handelssysteme träumen schon von Aktiengeschäften, die innerhalb von Nano- oder gar Pikosekunden abgewickelt werden - also innerhalb eines Billionstels eines Sekunde. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wohl überlegte Entscheidungen sind in solchen Zeitspannen nicht möglich, müssen sie auch gar nicht. Die Rechner fällen selbsttätig die Entscheidung ein Papier zu kaufen oder zu verkaufen. Sie beobachten beispielsweise den Abstand zwischen zwei Aktien, sagen wir Intel und Infineon. Wenn eine der beiden Chipaktien steigt, folgt ihr die andere meist kurz darauf. Erkennt die Handesoftware, dass die Intel-Aktie über einen gewissen Wert steigt, kauft sie blitzschnell Infineonanteile und verkauft sie wieder, wenn auch andere Handelsteilnehmer der neuen Trend bemerkt haben. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Gewinn beträgt dabei möglicherweise nur den Bruchteil eines Cents. Bei Millionen solcher Hin und Her Schäft am tag, kommt für die Händler dennoch meist ein nettes Sümmchen zusammen. Und das mit ebenfalls gut zu kallkulierendem Risiko. Kein Wunder also, das Hochfrequenztrading an vielen Börsen bereits die Mehrheit der Geschäfte ausmachen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Leider ist der Markt aber noch weitgehend unreguliert. Zudem fehlen offenbar Sicherungssysteme. Obwohl der sogenannte Flash-Crash vor einem Monat den Dow Jones Index fast tausend Punkte kostete, weiß bis heute niemand genau, wie es dazu kam.
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Wed, 02 Jun 2010 10:48:41 GMT</pubDate><title>Schall und Rauch</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Schall-und-Rauch</link><description>
&lt;p&gt;
Nicht viel reden, sondern entschlossen handeln. Die Bundesregierung wollte Stärke und Entschlossenheit demonstrieren, als sie vor zwei Wochen im Alleingang sogenannte Leerverkäufe teilweise verbat. Der überraschende und unabgesprochene Vorstoß hat ihr viele ärgerliche Kommentare aus der Finanzbranche und von den europäischen Partnern eingebracht. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Beeindruckt hat es die Bundesregierung offensichtlich nicht. Heute hat sie nachgelegt. Das Bundeskabinett hat heute Vormittag den „Entwurf für ein Gesetz zur Vorbeugung gegen missbräuchliche Wertpapier- und Derivategeschäfte“ beschlossen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Im Kern geht es erneut um sogenannte ungedeckte Leerverkäufe. Sie sollen in Deutschland für alle Aktien und Euro-Staatsanleihen untersagt werden. Während bei gedeckten Leerverkäufen der Verkäufer die gehandelten Wertpapiere zumindest leihweise sein Eigen nennt, werden bei ungedeckten Leerverkäufen Papiere verkauft, die der Verkäufer zu dem Zeitpunkt gar nicht hat. Den Käufer kann das in der Regel egal sein, solange die Ware zu einem definierten Zeitpunkt geliefert wird, also zum Bespiel abends nach Handelsschluss. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Für den Verkäufer haben ungedeckte Leerverkäufe den Vorteil, dass das lästige Ausleihen der Wertpapiere entfällt und er noch schneller und umfangreicher auf den Abwärtstrend eines Papiers wetten kann. Theoretisch kann es sogar passieren, dass mehr Aktien eines Unternehmens zum Verkauf angeboten werden, als überhaupt existieren. Mit solchen Beispielen lässt sich sogar Laien verdeutlichen, wie pervers und zügellos der Finanzmarkt ist. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Was sollte also dagegen sprechen, die Marktteilnehmer zur Besinnung zu rufen und sie in die Grenzen nachvollziehbaren Handels zu zwingen? Nichts, möchte man meinen. Und wenn der Rest der Welt nicht einsieht, dass Geschäfte mit Luftnummern gefährlich sind, muss Deutschland eben allein in Aktion treten. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nur: die meisten ungedeckten Leerverkäufe finden nicht an deutschen Handelsplätzen statt. Es handelt sich bei dem Vorstoß der Regierung um Symbolpolitik, also ebenfalls um eine Luftnummer. Auf eine echte Verbesserung der Situation sollte niemand hoffen. 
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Tue, 01 Jun 2010 10:36:41 GMT</pubDate><title>Ryanair spart sich reich</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Ryanair-spart-sich-reich</link><description>
&lt;p&gt;
Geht es nach dem Chef des Billigfliegers Ryanair, Michael O'Leary, dann werden Fluggäste beim Besuch der Bordtoiletten künftig zur Kasse gebeten. Das bringt zusätzliches Geld ein und wenn die Klos seltener benutzt werde, könnte man auf zwei der drei Klos verzichten und statt dessen sechs zusätzliche Sitze einbauen. Mit solchen und anderen Ideen, hat Ryanair die Flugbranche verändert und vor allem viel, viel Geld verdient. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Andere Fluggesellschaften jammern über steigende Kosten, schrumpfende Einnahmen und harten Wettbewerb. Ryanair feiert sich selbst. Der Gewinn des vergangenen Geschäftsjahres stieg um mehr als 200 Prozent. Ryanair hat erneut mehr Passagiere befördert als im Jahr zuvor, hat damit mehr Geld eingenommen und gleichzeitig die Kosten noch weiter gesenkt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Und Kostensenken erfordert bei Ryanair inzwischen viel Phantasie, da eigentlich kein Kostenpunkt mehr übrig geblieben ist, der nicht schon drei mal umgedreht wurde. So kommt es dann auch zu so kuriosen Ideen, wie die Einführung von Münzklos. Sogar Stehplätze würde Ryanair einführen, hätten die Aufsichtsbehörden und Flugzeugbauer nicht Sicherheitsbedenken. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
O‘Leary will seine Passagiere erziehen. Sie sollen gefälligst ohne Gepäck fliegen - das kostet nur Bodenpersonal und Zeit bei der Abfertigung. Sie sollen für ihr Essen und Trinken entweder zahlen oder es selbst mitbringen und sie sollen bei Zeiten auf dem Flughafen aufs Klo gehen - oder es sich eben verkneifen. Bei ein, zwei Stunden Flugzeit ist das nicht zu viel verlangt, oder? 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die meisten anderen Unternehmen würden mit dem kaserneartigen Charme zur Grunde gehen, Ryanair wächst weiter. Und weiß nicht mal mehr so richtig wohin mit all dem Geld. Da die Kasse mehr als voll ist, sollen die Aktionäre im Herbst eine Dividende in Höhe von 500 Millionen Euro bekommen. Und wenn nicht doch noch mehr Flugzeuge bestellt werden müssen, soll eine weitere halbe Milliarde bald folgen. Die Aktie steigt an der Frankfurter Börse um fast fünf Prozent.
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Fri, 28 May 2010 10:42:23 GMT</pubDate><title>Karstadts bestmögliche Zukunft</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Karstadts-bestmoegliche-Zukunft</link><description>
&lt;p&gt;
Heute entscheidet sich wieder einmal, ob der Warenhauskonzern Karstadt eine Zukunft haben wird, oder nicht. Heute trifft sich der Gläubigerausschuss, also die Vertreter all derer, die noch auf unbezahlten Rechnungen Karstadts sitzen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Drei Käufer wollen die Warenhauskette übernehmen, doch noch ist nicht klar, ob deren Bedingungen sinnvoll zu erfüllen sind. Seit zwölf Uhr legt der Investor Nicolas Berggruen sein Konzept vor. Anschließend ist wohl erst einmal eine Mittagspause eingeplant, denn erst um 14 Uhr wird ihm das Vermieterkosortium Highstreet folgen, bevor um 15 Uhr der deutsch-skandinavische Investor Triton seine Übernahmepläne erläutert. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
All drei haben eins gemeinsam: sie sind nicht perfekt. Während die von Goldman-Sach angeführte Vermietergruppe Highstreet eine höhere Wochenarbeitszeit verlangt, will Triton die Arbeitsplatzgarantien aufweichen. Berggruen will zwar angeblich die Mitarbeiter zu keinen weiteren Zugeständnissen zwingen, verlangt dafür aber ein zusätzliches Entgegenkommen der Vermieter. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Viel Zeit für zusätzliche Verhandlungen bleibt nicht. Am Montag muss dem Essener Amtsgericht der Insolvenzplan zur Genehmigung vorgelegt werden. Und der Insolvenzplan sieht einen Käufer vor. Wenn es keinen gibt, folgt fast zwingend die Abwicklung. Dann wird alles zu Geld gemacht, was von Karstadt noch übrig ist und die Mitarbeiter müssen sich neue Arbeitsplätze suchen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Trotz dieser düsteren Aussicht hat sich die Gewerkschaft Verdi bisher für einen harten Kurs entschlossen. Weitere Zugeständnisse soll es nicht geben, man sei nicht erpressbar. Aber auch für die Vermieter gibt es eine Schmerzgrenze, aber derer es sich nicht lohnt, den Konzern als Ganez zu erhalten. Schließlich würde sich für viele der Standorte auch andere Mieter finden lassen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
So gesehen ist es pure Marktwirtschaft, was sich sich heute in Essen abspielt. Entweder es gibt ein Ergebnis, dass nach derzeitigen Stand am Markt bestehen kann, oder eben nicht. Selbst die von den Kommunen erlassene Gewerbesteuer ist nicht als Eingriff in den Markt zu verstehen, da Karstadt ansonsten die Zugeständnisse seiner Gläubiger hätte versteuern müssen. Egal wie es ausgeht: man kann sich damit trösten, dass es besser nicht hätte ausgehen können!
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Thu, 27 May 2010 11:11:20 GMT</pubDate><title>Banken-Privatisierung</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Banken-Privatisierung</link><description>
&lt;p&gt;
Als im Zuge der Finanzmarktkrise einige Banken mit Milliarden Euro aus der Staatskasse geholfen wurde und einige sogar ganz oder teilweise verstaatlicht wurden, waren Steuerzahler und strenge Marktwirtschaftsprediger gleichermaßen entsetzt. „Milliarden für Banken aber kein Geld für Kindergärten“, so oder so ähnlich lauteten die Schlagzeilen. Aber, mit etwas Glück, könnte die Bankenrettung sogar noch ein Euro für Kindergärten einspringen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Commerzbank gehört derzeit zu einem Viertel dem deutschen Staat - 25 Prozent plus eine Aktie um ganz genau zu sein. Dafür hatte der Staat der Bank insgesamt fast 20 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Von Anfang an war das Geschäft nur als Notlösung auf Zeit geplant. Fraglich war jedoch immer, ob und wie eine Trennung von Staat und Bank klappen könnte und wer am Ende draufzahlt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein Beispiel aus Amerika lässt da durchaus Hoffnung auf ein gutes Ende aufkommen. Ähnlich wie die Bundesrepublik waren auch die Vereinigten Staaten einigen Banken zur Hilfe geeilt, so auch der Citigroup. Ingesamt hatten die USA Citi-Anteile im Wert von 45 Milliarden Dollar erworben. Der duchschnittliche Kaufpreis lag bei 3 Dollar 25. Da sich der Aktienkurs der Citigroup in den vergangenen Monaten deutlich erholt hatte, begann das amerikanische Finanzmisterium mit dem schrittweisen Verkauf der Anteile. Mit Erfolg. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Gestern Abend wurde gemeldet, dass 1,5 Milliarden Aktien für durchschnittlich 4 Dollar 13 verkauft wurden - was einem Gewinn von 27 Prozent gegenüber dem Kaufkurs entspricht. Es hätte wahrscheinlich sogar noch etwas mehr sein können, wenn der Verkaufsprozess nicht just in dem Moment in rollen gebracht wurde, als die Griechenlandkrise und damit erneute Sorgen um die Stabilität der Banken aufkamen. Aber das scheint derzeit nicht zu stören, das Verkaufsprogramm soll noch bis Ende Juni weitergehen.
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Wed, 26 May 2010 10:56:33 GMT</pubDate><title>Schäuble spart</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Schaeuble-spart</link><description>
&lt;p&gt;
Der Bundesfinanzminister will Spekulanten das Leben erschweren. In ihnen sieht er eines der Hauptursachen der derzeitigen Krise. Egal ob Schäuble damit richtig liegt oder nicht: zu den Profiteuren der Krise gehören nicht nur Spekulanten sondern auch die Bundesrepublik Deutschland. Die spart nämlich ordentlich Geld. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Wer derzeit Geld sicher anlegen will, muss bescheiden sein. Deutsche Stattsanleihen werfen kaum noch Geld ab. Im Durchschnitt liegt deren Verzinsung derzeit bei 2,13 Prozent. Ein Rekordtief. Zu verdanken ist das vor allem der Eurokrise und den Sorgen um Griechenland, Spanien, Portugal und Italien. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Noch vor kurzem galt solche Staatsanleihen als halbwegs sicher. Es waren daher meistens nicht renditehungrie Spekulanten die in solche Wertpapiere investierten, sondern eher langfristig auf Sicherheit ausgelegte Investoren. Die müssen sich nun andere Unterbringungsmöglichkeiten für ihr Geld suchen. Erste Wahl sind dabei deutsche Staatsanleihen. Die erfreuen sich daher ganz besonderer Beliebtheit. Und wie immer bei einem begehrten, steigt der Preis. Bei Staatsanleihen bedeutet das, dass die Verzinsung sinkt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Der Staat muss den Anlegern kaum noch Rendite bieten um seine Schuldentitel los zu werden. Allein die Sicherheit ist Verkaufsargument genug. Experten schätzen, dass die aktuelle Verzinsung für neu aufgelegte Staatsanleihen gut ein halbes Prozent tiefer liegt, als es der Haushalts- und Schuldenlage des Bundes eigentlich angemessen wäre. Aber unter Blinden gilt der Einäugige ja angeblich als König. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das Handelsblatt hat einmal überschlagweise nachgerechnet, wie viel der Bund durch das extrem niedrige Zinsniveau einspart. Ergebnis. Bisher rund vier Milliarden Euro. Und schon gibt es in der Koalition Stimmen, die eine Veränderung des Emissionskalenders fordern. D.h. der Bund soll die Situation ausnutzen und ohnehin geplante Staatsanleihen früher als geplant verkaufen um sich so möglichst viel Geld möglichst billig leihen zu können. Noch soll Schäuble aber angeblich solchen spekulativen Bestrebungen widerstehen können. 
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Tue, 25 May 2010 10:39:51 GMT</pubDate><title>Allianz der Verlierer</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Allianz-der-Verlierer</link><description>
&lt;p&gt;
Wenn sich zwei Branchengrößen zusammentun und ihre Kräfte zu bündeln, dann jagt das den Konkurrenten normalerweise einen gehörigen Schrecken ein. Aber nicht immer. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Denn was Nokia und Yahoo! jetzt zusammen vor haben wollen, kann auch als verzweifelter Versuch in einem scheinbar aussichtslosen Kampf interpretiert werden. Nokia ist der weltgrößte Mobiltelefonhersteller. Zuletzt sanken die Marktanteile zwar leicht, mit gut 35 Prozent belegen die Finnen aber noch immer klar den Spitzenplatz. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Yahoo belegt im Suchmaschinenmarkt immerhin den zweiten Platz und sieht sich bei den Internetanwendungen auf Augenhöhe mit Google. Künftig wollen Nokia und Yahoo! kooperieren. In Geräte von Nokia werden E-Mail und Chatanwendungen von Yahoo! integriert, dafür kann Yahoo! auf das Karten- und Navigationsmaterial von Nokia zugreifen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die Finnen haben viel Geld investiert und unter anderem vor drei Jahren für über acht Milliarden Dollar den Kartendienst Navteq übernommen. Ein lukratives Geschäftsmodell fehlt aber bislang. Statt dessen haben sich Google und Apple im Markt für mobile Anwendungen und vor allem für mobile Werbung breit gemacht. Dem will Nokia nun entgegensteuern und mit Hilfe der von Yahoo! bereitgestellten Inhalte wieder mehr Aufmerksamkeit erregen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Umgekehrt hofft nun Yahoo! mit Hilfe des Karten- und Navigationsmaterials von Nokia gegen den Konkurrenten Google antreten zu können. Das Ziel ist klar: Reichweite. Denn nur wenn man viele Kunden vorweisen kann, ist man für die Werbeindustrie interessant. Alles in allem ist das Zusammenrücken von Nokia und Yahoo! zwar beachtlich, ob es auch relevant ist, wird die Zukunft zeigen. 
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Fri, 21 May 2010 10:55:08 GMT</pubDate><title>Die Angst ist messbar</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Die-Angst-ist-messbar</link><description>
&lt;p&gt;
Wenn der Euro in die Knie geht oder Aktienkurse Achterbahn fahren, dann bekommen auch erfahrene Investoren Schwitzehändchen. Das würde sie natürlich niemals zugeben. Müssen sie auch gar nicht, denn die Angst der Anleger ist messbar. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
An jedem Handelstag zwischen 8.50 und 17.30 Uhr berechnet die Deutsche Börse den VDAX New, den Volatilitätsindex, auch „Angstbarometer“ genannt. Er misst, mit welcher Schwankungsbreite die Anleger rechnen, wie weit also Optimisten und Pessimisten auseinanderliegen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Gestern schoss der VDAX new auf dem höchsten Wert seit über einem Jahr und liegt derzeit nur etwas tiefer bei rund 40 Prozent. Das bedeutet, dass der Markt auf Sicht von 30 Tagen mit einer Schwankungsbreite von 40 Prozent für Dax-Aktien rechnet. Als normal gelten Werte von 15 bis 20 Prozent. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Nach den Ursachen für die gestiegene Nervosität der Anleger muss man nicht lange suchen. Die Zuversicht in die Konjunktur schwindet, die Euro-Krise ist alles andere als ausgestanden und zusätzlich sorgt auch noch die Politik mit halb-garen Reformkonzepten und aktionistischen Markteingriffen für Unruhe. Viele Anleger reagieren auf solch ein Getöse wie scheues Rehwild - machen sich auf und davon und suchen sich ein ruhigeres Plätzchen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das bietet, so zumindest die Hoffnung, Gold. Doch auch dort schwanken die Preise heftig in und her. Bei vielen Händlern sind obendrein die gängigsten Münzen und Barren teilweise vergriffen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Für ein klein wenig Beruhigung auf dem Aktien- und Devisenmarkt konnte heute der Ifo-Geschäftsklimaindex sorgen. Der sank zwar leicht, sein weiterhin hohes Niveau lässt aber auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung hoffen. Auf den Dax wirkte sich das aber nur kurz in Form etwas geringer Verluste aus. Aktuell verliert aber schon wieder an Wert. Auch der Euro konnte sich heute nurkurz im Plus halten und notiert momentan leicht im Minus.
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Fri, 21 May 2010 10:53:21 GMT</pubDate><title>Virtueller Fabrikverkauf</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Virtueller-Fabrikverkauf</link><description>
&lt;p&gt;
Procter and Gamble öffnet heute seinen eStore. Wenn auch vorerst nur für Kunden in den USA. Wer dort Windeln von Pampers oder Rasierklingen von Gilette online einkaufen will, muss nicht mehr den Umweg über einen Internethändler gehen, sonder kann direkt bei Hersteller bestellen. So eine Art virtuelle Fabrikverkauf also. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ein nicht ganz ungefährlicher Schritt aus Sicht von Procter and Gamble. Bisher versuchen die meisten Hersteller nicht in direkte Konkurrenz zu ihren Großhändler in treten. Schließlich will man es sich mit denen nicht verderben, sorgen sie doch in der Regel nach wie vor für den größten Umsatz. Procter and Gamble betont daher auch, dass der neue Online-Laden vor allem als ein Labor und Testgeschäft fungieren soll. Man wolle die Einkaufsgewohnheiten und Wünsche der Kunden besser ergründen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Doch dieses Argument dürfte etwas vorgeschoben sein. Schließlich geht es um einen riesigen Markt. Noch stehen Online-Verkäufe bei Procter and Gamble nur für nicht mal ein Prozent der insgesamt rund 80 Milliarden Dollar Umsatz. Aber der Internetverkauf von Haushaltsreinigern, Waschmitteln und Windeln wuchs in den vergangen Jahren mit hohen zweistelligen Prozentsätzen. Und Procter and Gamble hat die heutige Ladeneröffnung gut vorbereitet. In den vergangenen Monaten haben 5000 Testkunden schon mal Probeshoppen dürfen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Für die Großhändler könnte der Schritt von Procter and Gamble durchaus gefährlich werden. Im Internet lassen sich Preise leicht vergleichen, den Hersteller zu unterbieten dürfte schwierig werden. Wenn sich in den kommenden Jahren die Einkaufsgewohnheiten weiter verändern, werden die Beziehungen zu den Kunden und das Wissen über deren Gewohnheiten immer wertvoller. Der Einzelhandel wird das Experiment von Procter und Gamble nicht gerne sehen, aber ist jetzt zumindest klar und deutlich gewarnt worden. 
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Fri, 14 May 2010 10:47:48 GMT</pubDate><title>Die normative Kraft des Faktischen</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Die-normative-Kraft-des-Faktischen</link><description>
&lt;p&gt;
Wenn man die Berichte über die finanzielle Situation Griechenlands, Spaniens, Portugals oder Italiens ließt, dann klingt da gelegentlich ein gewisser Hochmut mit. Ganz so, als hätten wir hier in Deutschland bisher alles richtig gemacht. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Zugegeben, die Situation Deutschlands ist vergleichsweise komfortabel. Aber auch wir haben im vergangenen Jahr gegen die Maastricht-Kriterien verstoßen und stehen vor einen gewaltigen Schuldenberg. Vielleicht sollten wir uns schon mal an den Gedanken gewöhnen, dass die Bundesregierung bald ähnliche Sparpakete wie Spanien und Portugal auflegt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Spaniens Beamten wir das Gehalt um fünf gekürzt. Minister müssen sogar auf 15 Prozent ihrer Einnahmen verzichten. Die Renten werden im kommenden Jahr nicht erhöht. Sonderzahlungen für Familien mit Neugeborenen werden abgeschafft und staatliche Investitionen sollen um sechs Milliarden Euro gekürzt werden. All das, wird zwar das Wachstum der spanischen Wirtschaft zusätzlich dämpfen. Das ist der Regierung durchaus bewusst, aber derzeit ist die Konsolidierung des Haushalt und das dadurch gewinnen Vertrauen wichtiger. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ähnlich harte Spar-Ankündigungen gibt es auch aus Portugal. Dort bricht die Regierung ein letztes Jahr im Wahlkampf gegebenes Versprechen und erhöht die Steuern. Unternehmen, die mehr als zwei Millionen Euro Gewinn erzielen, müssen eine zusätzliche Krisensteuer von 2,5 Prozent bezahlen. Zusätzlich wird die Mehrwertsteuer von 20 auf 21 Prozent erhöht. Und das wird noch nicht alles sein. Weitere Sparmaßnahmen sind bereits angekündigt. In Portugal und Spanien haben die Gewerkschaften Widerstand angekündigt und drohen mit Streiks. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Die EU-Kommission in Brüssel lobte die Anstrengungen aber ausdrücklich. Es führt wohl auch kein Weg daran vorbei und die sozialistischen Regierungen beider Länder haben das offenbar eingesehen, akzeptiert und ziehen die Konsequenzen. Denn nur, wenn man Spanien und Portugal wieder zutraut, ihre Schulden in vollem Umfang zurück zu bezahlen, werden sie am Kapitalmarkt das nötige Geld bekommen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Vor einer Woche waren spanische und portugiesische Staatsanleihen praktisch nicht mehr handelbar und sogar französische wollte angeblich kaum ein Investor mehr anfassen. Auch dank der Sparankündigungen hat sich die Lage wieder etwas entspannt. Gelöst sind die Probleme aber noch lange nicht. Und auch Deutschland wird nachweisen müssen, dass es in absehbarer Zeit seine Schulden abbauen kann.
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Wed, 12 May 2010 10:43:53 GMT</pubDate><title>Realwirtschaft </title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Realwirtschaft</link><description>
&lt;p&gt;
So gefährlich die Euro-Spekulationen an den Finanzmärkten auch seien mögen: in der „realen“ Welt lauern ganz andere Gefahren. Da gibt es nicht nur Kursstürze, sondern echte Stürme und echte Katastrophen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Aus Sicht der Allianz leider mehr, als für die Bilanz gut ist. Im 1. Quartal musste die Allianz mehr Geld für Schäden zahlen, als sie mit den entsprechenden Versicherungsprämien eingenommen hat. Die sogenannte Schaden-Kosten Quote erhöhte sich dadurch auf über 100 Prozent. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Ungewöhnlich viel Geld kosteten Unwetter und Naturkatastrophen. Für die musste die Allianz mit 555 Millionen Euro in 1. Quartal mehr als doppelt so viel ausgeben, wie im Vorjahreszeitraum. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Aber zum Glück für die Allianz lief es dafür in anderen Geschäftsbereichen sehr viel besser als erwartet. Das glich die höheren Belastungen mehr als aus und verhalf dem Versicherungskonzern zu einem operativen Ergebnis von 1,7 Milliarden Euro, gut 20 Prozent höher als letztes Jahr. Damit lag die Allianz deutlich über den Schätzungen der Analysten. Die Allianz Aktie steht daher an der Dax-Spitze mit mit einem Plus von rund 3 ½ Prozent. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Bei den größten Gewinnern im deutschen Leitindex steht auch die Aktie der Telekom. Der Kommunikationskonzern schreibt nämlich wieder schwarze Zahlen. Wo im Vorjahr noch ein Verlust von mehr als 1,1 Milliarden Euro stand, verzeichnet die Telekom nun einen Konzernüberschuss von fast 770 Millionen Euro. Der Umsatz ging nur leicht zurück und konnte im Vergleich zu früheren Zeiten praktisch stabil gehalten werden. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Hervorgehoben wurden die „hervorragenden Zahlen“ im inländischen Mobilfunkgeschäft. Hier konnte die Telekom ihre Marktführerschaft ausbauen. Trotz der wirtschaftlichen Probleme läuft das Geschäft der Telekom in Griechenland rund. Sogar die Margen sollen unverändert hoch sein. Die T-Aktie steigt um fast drei Prozent.
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Tue, 11 May 2010 10:39:37 GMT</pubDate><title>Webers Bedenken</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Webers-Bedenken</link><description>
&lt;p&gt;
Hilfen für Griechenland: noch vor wenigen Wochen hieß es, so etwas sei gar nicht nötig, das Land könne sich selbst helfen. Doch heute ist es soweit. Laut Agenturinformationen wird Griechenland noch im Laufe des Tages eine erste Auszahlung von Hilfsgeldern beantragen. Ab jetzt wird es also ernst. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Was bisher nur theoretisch durchgespielt wurde, muss sich ab heute in der harten Realität der Finanzmärkte bewehren: der Rettungspakt der EU. Das Problem dabei ist jedoch, dass nicht nüchternen Zahlen über Sieg oder Niederlage entscheiden werden, sondern psychologische Effekte. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Einer der wichtigsten Faktoren für die bisherige Stabilität des Euro, war das Vertrauen in die Europäische Zentralbank. Und dieses Vertrauen fußte auf der Unabhängigkeit der Notenbanker. Staatshaushalte lassen sich sehr einfach sanieren, wenn die Regierung einfach die Notenpresse anwirft und einfach mehr Geld druckt. Die Folge: Inflation, also Geldentwertung. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Damit die Bürger dem Wert des Euro vertrauen, mussten sie die Sicherheit haben, dass die europäischen Regierungen dieses Mittel erst gar nicht in die Hand bekommen. Das hatte Jahrelang gut geklappt und der Euro ist sogar noch stabiler als die D-Mark. Doch nun haben sich die Notenbanker offenbar dem Diktat der Politik gebeugt und setzen den Euro einem Inflationsrisiko aus. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Einige Währungshüter bestreiten diese Gefahr und meinen, auch künftig die Inflationsrisiken im Griff behalten zu können. Doch wenn sogar der Präsident der Bundesbank, Axel Weber, erhebliche stabilitätspolitischen Risiken ausmacht und den Ankauf von Staatsanleihen kritisch sieht und diese Meinung sogar öffentlich äußert, dann sollten einige Alarmglocken klingeln. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Weber versucht zwar Inflationsängsten vorzubeugen, doch das dickste Milliardenprogramm wird nichts wert sein, sollte in den nächsten Wochen und Monaten das Vertrauen in ihn und die EZB Schaden nehmen. Jegliche Infaltionsanzeichen werden künftig noch sensibler wahrgenommen. Die Spekulanten würden beim ersten Anzeichen einer erneuten Schwäche erneut den Euro unter Druck setzten. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das hat vielleicht auch sein Gutes: der unnachgiebige Druck der Spekulanten könnte zu tatsächlichen Reformen und solider Haushaltspolitik führen. Noch hört sich das aber eher wie ein frommer Wunsch an.
&lt;/p&gt;
</description></item><item><pubDate>Fri, 07 May 2010 10:54:53 GMT</pubDate><title>Fat Fingers?</title><link>http://www.boersenman.de/Artikel/Fat-Fingers</link><description>
&lt;p&gt;
An den meisten Börsen haben längst Maschinen den Wertpapierhandel übernommen. Der Handelssaal der Frankfurter Börse verdank seine Existenz seit Jahren nur noch dem Fernsehen. Die großen Kurstafeln sind ja auch schöner, als stupide vor sich hin surrende Großrechner. Die Händler im Saal dienen vor allem der Dekoration. Gestern zeigte sich aber mal wieder, dass der elektronischen Aktienhandel nicht ganz ungefährlich ist. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Den Anfang machte angeblich ein Mensch. Statt Aktien für 16 Millionen, soll ein Händler Wertpapiere im Gesamtwert von 16 Milliarden Dollar verkauft haben. Solche Verschreiber die hin und wieder vorkommen, werden scherzhaft „fat finger error“ genannt. Die englische Million unterscheidet sich schließlich nur in ihrem ersten Buchstaben von der Billionen. Und die beiden Buchstaben werden obendrein auf der Tastatur nur durch das N von einander getrennt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
An dieser Theorie gibt es jedoch auch Zweifel. Was genau passierte ist noch nicht geklärt, die Folgen waren jedenfalls erstaunlich. Einige Aktien verloren innerhalb von Sekundenbruchteilen fast ihren gesamten Wert. Die Aktie der Unternehmensberatung Accenture fiel von gut 40 Dollar auf nur noch einen Cent. Ähnlich erging es auch Aktien von 3M und Procter &amp; Gamble. Immerhin Schwergewichte im Dow Jones.Der Index ging entsprechend in die Knie und verlor zwischenzeitlich fast 1000 Punkte. Der größte Rutsch in der Geschichte des Dow Jones. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Das alles passierte just in dem Moment, als die Börse ohnehin nervös war. aus Griechenland waren gerade neue Krawalle gemeldet worden, der Euro unter Druck und viele sorgten sich um die Zukunft der Weltkonjunktur. Die angespannte Lage und der relativ geringe Handel hat den Kursrutsch wahrscheinlich überhaupt erst möglich gemacht. Ihn aber auf jeden Fall verstärkt. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Elektronische Handelssysteme sind jetzt in der Kritik. Sie sollen automatisch mit weiteren Verkaufsaufträgen eine Kettenreaktion ausgelöst haben. DIe aber zum Glück nur kurz dauerte. Innerhalb weniger Minuten schulg das Pendel wieder in die andere Richtung aus und der Dow Jones konnte den zwischenzeitlichen Kursverlust zu großen Teilen wieder ausgleichen. 
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Auch wenn die Folgen nicht dramatisch waren, die Ereignisse haben gezeigt, wie schnell ein System außer Kontrolle geraten kann. Hoffentlich wird der Warnschuss richtig verstanden. 
&lt;/p&gt;
</description></item></channel></rss>
