Ballsaison
Freitag, 18. Juni 2010 12:43:15, Florian von Hennet
Alle vier Jahre wiederholt sich das gleiche Theater. Noch bevor die Fußballweltmeisterschaft anfängt, beginnt das Genörgel am Ball. Den Anfang machen meist Torwarte. Die klagen dann über ungewöhnliche Flugeigenschaften und tückische Oberflächen.
Beim Jabulani war das dieses Jahr genauso wie 2006 bei seinem Vorgänger „Teamgeist“. Über die technischen Details und deren Auswirkungen lässt sich sicher prächtig diskutieren. Fakt ist aber, dass es für Profis völlig normal ist, sich auf unterschiedliche Bälle einzustellen.
Wenn bisher ein Bundesligatrainer seine Mannschaft auf das nächste Auswärtsspiel vorbereitete, dann musste er nicht nur auf die aktuellen Taktik- und Aufstellungsvarianten des Gegners achten. Er muss auch schauen, mit was für einem Ball die andere Mannschaft spielt und seine Jungs mit dem jeweiligen Spielgerät übern lassen.
Anders als in England, Frankreich oder Italien gibt es in Deutschland nämlich bisher keinen Einheitsball, sondern es wird immer mit dem Ball des jeweiligen Ausrüsters gespielt. Bei so manchem Bundesliga-Zeugwart lagern daher mehrere Hundert Bälle. Das wird sich in der kommenden Saison ändern. Dann spielen in der 1. und 2. Liga alle mit dem Adidas-Produkt „Torfabrik“.
Der Name ist Programm und der Ball ist, bis auf das Design, der gleiche wie der Jablulani. Bis zur Saison 2013/2014 lässt sich Adidas die Exklusivität 20 Millionen Euro kosten. Aber heute werden alle Augen auf den Jabulani gerichtet sein - aber Adidas wird nicht der einzige deutsche Hersteller sein, der an dem Spiel beteiligt ist.
Das Stadion in Port Elisabth wurde von dem hamburger Archiketurbüro Gerkan, Marg und Partner entworfen, dessen Außenbeleuchtung stammt von der Siemenstochter Osram und die MAN hat 110 Überlandbusse nach Südafrika geliefert.
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