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  • Citigroup

    Mittwoch, 09. April 2008 13:03:08, Florian von Hennet

     

    Bis zum vergangenen Sommer schien es, als hätten die Banken eine Art finanzielles Perpetuum mobile erfunden. Die größtenteils kreditfinanzierten Firmenübernahmen sorgen für steigende Börsenkurse. Das trieb das Übernahmekarussell weiter an und die Investoren brauchten noch mehr Kredite um noch mehr Geschäfte tätigen zu können. Diese Kredite reichten die Banken dann wieder an Investoren weiter und verschafften sich so das Kapital um noch mehr Kredite vergeben zu können.

    Diesem munteren Treiben setzte die Immobilienkrise dann ein abruptes Ende. Der Markt für risikobehaftete Anleihen und Darlehn brach zusammen. Da die Banken plötzlich auf ihren Krediten sitzen blieben, fehlte ihnen frisches Geld. Ohne das sind aber Übernahmen fast nicht mehr finanzierbar. Die Blockade in einem Teil des Geldkreislaufs droht seit dem das ganze System lahmzulegen. Doch es gibt Hoffnung. Das Wall Street Journal berichtet, dass die amerikanische Citigroup kurz davor sei, ein Kreditpaket mit Wert von 12 Milliarden Dollar an Investoren zu verkaufen. Obwohl die Bank voraussichtlich einen deutlichen Rabatt von 10 Prozent gewähren muss, wäre das Geschäft zumindest ein Anfang. Mit etwas Glück könnte nämlich der gesamte Finanzmarkt dadurch einen neuen Impuls bekommen. Und genau der hat in den vergangenen Monaten gefehlt, da sich keiner traute den ersten Schritt zu machen.

    Doch auch wenn jetzt die drei Finanzinvestoren Apollo, TPG und Blackstone zu einem solchen Schritt bereit wären ist noch immer nicht sicher, dass auch jemand findet, der den zweiten macht. Aber die Hoffnung reicht immerhin um Citigroup-Aktien in Frankfurt um drei Prozent steigen zu lassen.

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Florian von Hennet ist der BörsenMan und börsentäglich auf SWR3 zu hören.

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